Nachdem er mit der »Kulturkreisprovokation« eine Klientel bedient hat, ist jetzt die nächste dran. Jetzt nimmt er sich die »Rente mit 67« vor – auf einmal findet er das nicht mehr in Ordnung.

Grafik: Frank Kopperschläger (kopperschlaeger.net), creative commons – Lizenz
Wenn die Unternehmen nicht endlich begännen, Arbeitnehmer über 50 zu beschäftigen, werde er die Verlängerung der Lebensarbeitszeit infrage stellen, kündigte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag in München an. Es könne nicht sein, dass die Neuregelung einer Rentenkürzung gleichkomme, weil es für viele Betroffene keine Arbeit gebe.
So war das aber von Beginn an gedacht und es ist traurig, wenn ein Politiker einer Partei, die das »sozial« im Namen führt (und deren Vorsitzender er jetzt ist), erst jetzt diese Gedanken äußert. Populismus pur; im Grunde ist ihm völlig gleichgültig, ob jemand über 50 noch Chancen am Arbeitsmarkt hat.