Wie Sarrazin?

Die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) hat eine Studie veröffentlicht (Steffen Angenendt, Wenke Apt: Die demographische Dreiteilung der Welt. Trends und sicherheitspolitische Herausforderungen; SWP-Studie S28, November 2010). Um was es geht (Quelle: German-Foreign-Policy.Com):

Schwierigkeiten sagen die Regierungsberater von der SWP hingegen den Wohlstandszentren im Westen voraus. Dort werde mit dem Altern der Bevölkerung der Anteil der Erwerbstätigen sinken, was sich höchst ungünstig auf die Wertschöpfung und auf die Staatsfinanzen auswirken könne. Zu erwarten sei zudem, dass “die gesundheitliche Entwicklung” der alternden Bevölkerung “steigende volkswirtschaftliche Kosten verursachen” werde. Die Folge sei beispielsweise auch “ein geringerer finanzieller Spielraum für das Militär”. Hinzu komme, dass wegen der sinkenden Geburtenzahl das “Reservoir von Bewerbern für den Soldatenberuf weiter schrumpfen” werde. Dies beeinträchtige “auch die außenpolitische Handlungsfähigkeit” der reichen Staaten. Diese müssten jetzt umsteuern. Ein allzu starkes Altern der Bevölkerung lasse sich nur durch mehr Geburten verhindern. Nötig sei deswegen “eine familienfreundliche Gestaltung der Arbeitsverhältnisse”, zudem “eine verlässliche frühkindliche Betreuung” sowie “eine langfristige und substantielle Förderung von Familien”.
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Zusätzlich jedoch müssten die Ursachen unerwünschter Migration in Augenschein genommen werden, denn diese könne unter Umständen “zur Destabilisierung von Ländern oder Regionen führen, deren Stabilität im Sicherheitsinteresse der Industriestaaten liegt”. Zwar seien die Staaten der “ersten Welt” wegen ihrer stark alternden Bevölkerung auf die gezielte Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland angewiesen. Dies unterscheide sich jedoch deutlich von einer unerwünschten Aufnahme unkontrollierbarer Flüchtlingsbewegungen.
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Außerdem sei der Ausbau städtischer Infrastrukturen in Afrika, Lateinamerika und Asien zu fördern. Nur so lasse sich verhindern, dass die schnelle Bevölkerungszunahme in peripheren Großstädten neue Konflikte hervorrufe, die ihrerseits die dorthin ausgelagerten Wirtschaftsaktivitäten westlicher Firmen störten. Für die westlichen Wohlstandszentren schlagen die Autoren von der SWP gezielte Maßnahmen zur Familienförderung vor, um das Schrumpfen der einheimischen Bevölkerung aufzuhalten. Dies sei nötig, heißt es in der SWP-Analyse, um das Humanpotenzial der Bundesrepublik und ihrer Verbündeten im weltweiten Konkurrenzkampf zu stärken.

Weiterhin Wohlstand auf Kosten anderer?!

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