Verrichtungsgelände für Prostitution

Der sog. Bonner Strassenstrich ist seit Jahren in der Diskussion. Jetzt hat der Bonner Stadtrat eine Variante umgesetzt, die der Bezeichnung »Verrichtungsgelände für Prostitution« sehr gerecht wird. Ein Bretterverschlag für Autos, eine Abfalltonne und ein Notrufknopf.

Technisch sei die 120 000 Euro teure Investition wie ein Parkplatzbau anzusehen. Außerdem wurden sechs Holzboxen installiert, nach oben offen und in besserer Baumarkt-Qualität, in denen die Autos der Freier parken sollen. Und sonst nirgendwo.

Der Straßenstrich sei das “niederschwelligste Angebot”. Und Luxus ist auf dem Verrichtungsgelände nicht zu erwarten. “Es soll auch nur ein Minimum an Aufenthaltsqualität bieten”, sagte Bauexperte Peter Esch

So sieht es auch aus. Jede Autowaschanlage hat mehr Charme. Allerdings ist auch dieser »Komfort« nicht gratis zu haben, auch wenn dies vielleicht so liest.

Die Stadt stellt den Frauen/Freiern das Areal kostenlos zur Verfügung. Allerdings wird seit 1. Januar die Sexsteuer fällig, das sind sechs Euro pro Tag. Die Stadt erhofft sich dadurch Einnahmen von 300 000 Euro im Jahr.

Apropo »Sexsteuer« – wird die nur bei Prostitution fällig? Das wär doch eine weitere Einnahmequelle für die öffentliche Hand, wenn die pro Haushalt erhoben wird – so wie Rundfunk- und Fernsehgebühr ab 2013!

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