Das Weltsozialforum 2011 beginnt Sonntag (6. bis 11. Februar) in Dakar. Die Delegationen sind natürlich schon dort. In der WOZ finden sich erste Berichte von Mitgliedern der schweizer Delegation (im Folgenden zwei kurze Auszüge).
Wie die FischerInnen zu überleben versuchen, von Pepo Hofstetter
Obwohl die Fischerei nur gut zwei Prozent ans Bruttoinlandprodukt beisteuert, ist sie für viele SenegalesInnen lebenswichtig: Ein Sechstel der aktiven Bevölkerung findet hier ein Auskommen, und das, was sie fangen und verarbeiten, liefert siebzig Prozent der verzehrten Proteine. Doch die einst reichen Fischgründe Senegals sind völlig überfischt, der Ertrag hat drastisch abgenommen.
Worin sich die Probleme der senegalesischen und schweizerischen KleinbäuerInnen gleichen, von Marianne Lerch
Der Landverlust der Kleinbauern auch hier in Senegal, ausgelöst durch Grossgrundbesitzer, Spekulationen, Bodenerosion und klimatische Veränderungen beschäftigen mich sehr. Ich bin beeindruckt vom Engagement der Bauern und Bäuerinnen in den gegründeten Genossenschaften. Gemeinsam ergreifen sie Massnahmen gegen die Bodenerosion. Die Dorfbewohner haben uns vor Ort die versteppten Ackerflächen gezeigt.
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Auch in der Schweiz gibt es enormen Landverlust. Er ist jedoch nicht die Folge von ungleichen Machtverhältnissen, wie wir sie hier in Senegal sehen, sondern von unkontrollierter Bautätigkeit. Jede Sekunde wird in der Schweiz 1,3 Quadratmeter Kulturland unwiderruflich verbaut.