Wann, wenn nicht jetzt?

Das, was wir aus vermeintlich sicherem Abstand in Japan beobachten, sollte das Zeichen zum Paradigmenwechsel sein. Weg vom Raubbau-Rendite-System (RRS), hin zur gemeinwohlbasierten Wirtschaft. Es ist ja nicht nur die – wie Japan zeigt – unbeherrschbare Atomkraft, die die menschliche Gesellschaft im Bestand bedroht, sondern auch diverse andere Auswirkungen, des auf ungehemmten Wachstum basierenden RRSs (wie z.B. ungehemmter Ölkonsum, Gentechnik, Aufkauf von Ackerbauflächen in Afrika durch Spekulanten).
Dieser Paradigmenwechsel wird Einschnitte bedingen, die in vielen Fällen als schmerzhaft angesehen werden. Dagegen wird es Widerstand geben. Aber die Alternative sind katastrophale Ereingnisse a la Japan. Leben wir Menschen gemäß dem Sprichwort: »Wer nicht hören will, muß fühlen!«??

Ein Ansatz dafür, was getan werden kann, findet sich in dem lesenswerten Buch von Christian Felber: Die Gemeinwohl-Ökonomie Das Wirtschaftsmodell der Zukunft. Der Verlag schreibt:

Nie wieder soll jemand sagen können, dass es in Wirtschaft und Politik keine Alternative zum Kapitalismus und zu den realsozialistischen Irrwegen gebe. Die “Gemeinwohl-Ökonomie” ist eine profunde Antwort auf die vielgesichtige Krise der Gegenwart: Finanzblasen, Arbeitslosigkeit, Armut, Klimawandel, Migration, Globalisierung, Demokratieabbau, Werte- und Sinnverlust. Felbers “Gemeinwohl-Ökonomie” beruht – wie eine Marktwirtschaft – auf privaten Unternehmen und individueller Initiative, jedoch streben die Betriebe nicht in Konkurrenz zueinander nach Finanzgewinn, sondern sie kooperieren mit dem Ziel des größtmöglichen Gemeinwohls – ein fundamentaler Neuansatz.

Christian Felber, Die Gemeinwohl-Ökonomie Das Wirtschaftsmodell der Zukunft, Preis: 15.90 EUR, ISBN 978-3-552-06137-8, Deuticke Verlag

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