Blätter – Heft August 2011

Die aktuellen August-»Blätter« sind erschienen.

Aus dem Inhalt:

Ratingagenturen: Die dunkle Macht?
von Wieslaw Jurczenko

Um die europäische Schuldenkrise zu bewältigen, spannen die Regierungen der Eurozone derzeit einen Schutzschirm nach dem anderen auf – allerdings ohne langfristige Erfolge zu erzielen. Im Gegenteil, längst hat die Politik die Kontrolle über das Geschehen auf den Finanzmärkten verloren.

NPD: Neonazis in Nadelstreifen
von Marc Brandstetter

Als der amtierende Bundesvorsitzende Udo Voigt 1996 die Parteiführung übernahm, stand die älteste Partei der radikalen Rechten mit einem Bein im Grab. Erst eine strategische Neuausrichtung brachte die NPD zurück auf die politische Bühne: weg von der Altherrenpartei, hin zur Öffnung gegenüber jungen, neonationalsozialistischen Kadern.

Wie demokratisch ist die EU?
von Jürgen Habermas

In der Debatte über Auswege aus der aktuellen Banken-, Schulden- und Währungskrise geraten jene Argumente aus dem Blick, die daran erinnern, dass Europa ein politisches Projekt ist.

Effizienz versus Suffizienz: Das grüne Schisma
von Reinhard Loske

Der von einer großen Mehrheit getragene Beschluss des Bundestages, bis 2022 aus der Atomkraft auszusteigen, zeigt, dass ökologische Forderungen heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind.

Zur kompletten >>> Inhaltsübersicht

1 Kommentar zu Blätter – Heft August 2011

  • Der bevorstehende Crash

    Aus allen bisher gewonnenen Informationen über das noch vorhandene Restvertrauen der Anleger, den verbliebenen Spielraum der hohen Politik (Restvertrauen in Staatsanleihen) und die so genannte öffentliche Meinung lassen sich die bevorstehenden Ereignisse, die bisher nur theoretisch beschrieben werden konnten, jetzt etwas konkreter vorhersagen. Das gilt sowohl für das Was als auch für das Wann, auch wenn eine zeitliche Vorhersage immer sehr gewagt ist und mehr intuitiv als rational erfasst werden muss.

    Sicher ist, dass die Weltwirtschaft insgesamt wieder anfangen wird zu schrumpfen, dass der Schrumpfungsprozess schneller ablaufen wird als 2009, und dass die hohe Politik keine Möglichkeit mehr hat, den Prozess zu verlangsamen oder gar aufzuhalten. Das erscheint zunächst als ein negativer Ausblick, der jedoch positiv zu werten ist, denn der endgültige Zusammenbruch des noch bestehenden, kapitalistischen Systems ist die Voraussetzung dafür, dass der Glaube an dieses System verloren geht und die Religion (selektive geistige Blindheit gegenüber makroökonomischen Konstruktionsfehlern) überwunden werden kann.

    Wahrscheinlich ist, dass der Crash noch in diesem Jahr stattfinden wird, und dass der Schrumpfungsprozess schon im August einsetzt. Ab diesem Zeitpunkt ist die gesetzlich verbindliche Ankündigung der Natürlichen Wirtschaftsordnung (freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft) mindestens in der Bundesrepublik Deutschland die einzig verbleibende Möglichkeit, den Schrumpfungsprozess aufzuhalten!

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/was-passiert-wenn-nichts-passiert.html

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