Ein Euro, drei Krisen

Warum der EURO wohl sterben wird – ULRIKE HERRMANN bei taz.de – da ist ein Rettungsschirm keine Lösung:

Eurokrise I ist unübersehbar: Griechenland, Portugal, Irland und vielleicht auch Spanien sind überschuldet. Diese Eurokrise hat mit der US-Finanzkrise ab 2008 nicht unmittelbar zu tun, folgt aber dem gleichen Muster: Es handelt sich um eine Kreditblase, die durch eine neue und überzeugende “Story” möglich wurde. Bei den US-Ramschhypotheken bestand diese neue Story in der Idee, man könnte das Risiko minimieren, indem man es auf Schachtelpapiere verteilt. In Europa war es die Einführung des Euro.

Eurokrise II ist völlig anders und wird meist gar nicht erkannt: Die Eurozone ist falsch konstruiert. Es funktioniert einfach nicht, eine gemeinsame Währung zu haben, aber 17 verschiedene Staatsanleihen. Das gab es noch nie in der 2.500-jährigen Geschichte des Geldes und erweist sich nun als Vollflop.

Eurokrise III, die gerade in Deutschland hartnäckig geleugnet wird: Es kann nicht funktionieren, wenn die größte Nation der Eurozone darauf besteht, permanent Exportüberschüsse zu erwirtschaften. Überschüsse in einem Land bedeuten Defizite in anderen Staaten. Also wachsen die Schulden weiter, noch während sich die Euroländer bemühen, sie abzubauen.

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