Die Occupy-Bewegung – Protestfolklore oder mehr?

Die Occupy-Bewegung startete in den USA (die Initialzündung fand in den nordafrikanischen Staaten statt?) und auch in Europa erwachte heute eine ähnliche Bewegung.
In den nordafrikanischen Staaten führten die Bewegungen (die einen anderen Hintergrung hatten) zum Sturz der alten Regierungen/Diktaturen. Ähnliches wird wohl die Occupy-Bewegung nicht herbeiführen; dies ist auch nicht Absicht dieser Bewegungen, zumindest nicht bisher. Es geht lediglich darum, gegen die Stützung der Banken durch Steuergelder zu protestieren, gegen die bisherige Handhabung der Finanz-/Bankenkrise durch die Regierungen. Sind es mehr als Happenings und Sit ins? Wie sehen die Lösungsvorschläge dieser Bewegung aus? Gibt es welche?
Aus einem Interview mit einem Teilnehmer der Platzbesetzung in Washington:

Aber was ist Ihr Ziel?

Das ist symptomatisch: Sobald jemand eine Frage stellt, wollen die Leute gleich die Antwort hören. Darum lassen wir Konzerne und Institutionen entscheiden, weil sie effizienter sind.

Also die, die uns in den Schlamassel reingeritten haben? Ich bin skeptisch, das dieser Protest zu etwas führt, das dieser Protest die Verantwortlichen beeindruckt. Ähnliche Skepzis auch hier:

Stell dir vor, die Occupyer gingen aufs Ganze. Mehr als die in Rom. Sie treten nicht nur Autotüren sondern die Tresore ein, klauen all das Gold, das die Banker für die Raffzähne oder umgekehrt die Raffzähne für die Banker zur Seite geschafft haben. Was dann? Die “Revolutionäre” werden – wie es schon immer war – die neuen Raffzähne und sie bauen neue Banken. That’s it.

Andere sehen es anders:

Occupy Wall Street
Die wichtigste Sache der Welt
Von Naomi Klein

Reicht es, gegen etwas zu demonstrieren oder sollte nicht besser für etwas demonstriert werden?

Update 16.10.2011:
Empörung ohne klare Botschaft

1 Kommentar zu Die Occupy-Bewegung – Protestfolklore oder mehr?

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