Merkel und Schäuble schließen sich der Occupy-Bewegung an

Sie haben Verständnis, sowohl sie, als auch er.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat unterdes großes Verständnis für die weltweiten Proteste gegen Banken und den Kapitalismus geäußert. “Die Kanzlerin kann auch persönlich verstehen, dass die Menschen auf die Straße gehen“, sagte Merkels Sprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die Regierung nehme die Proteste sehr ernst: „Darin drückt sich eine tiefe Sorge aus und auch ein berechtigtes Gerechtigkeitsverlangen der Menschen.“ In der internationalen Finanzwelt herrsche noch keine soziale Marktwirtschaft und soziale Verantwortung.

Na das beruhigt ja dann auch; dann wird Frau Merkel sicher alles tun, um in der Finanzwelt »soziale Marktwirtschaft und soziale Verantwortung« herrschen zu lassen. Seit 2008 hätte sie dafür schon einiges unternehmen können, aber anscheinend hat das nicht geklappt. Oder hat ihr Berater Ackermann das nicht erlaubt?

Was bedeutet das Eingangs angesprochene Verständnis von Merkel und Schäuble für die Occupy-Bewegung für diese Bewegung? Übernimmt die deutsche Regierung die Forderungen und schließt sich der Bewegung an? Merkel und Schäuble im Zelt vor der EZB?!

Der Metzger hat auch Verständnis für das Blöken der Schafe, wenn sie zur Schlachtbank getrieben werden. Das war es dann aber auch.

1 Kommentar zu Merkel und Schäuble schließen sich der Occupy-Bewegung an

  • [...] Die Occupy-Bewegung scheint zu zeigen, dass es ohne Leitfigur/-en und/oder ein präzise formuliertes Programm nicht zu einer wirksamen Bewegung kommt. Es kommt zwar durch Aufrufe oder sog. Eventseiten bei sozialen Netzwerken zu öffentlichen Auftritten/Demonstrationen etc., aber diese verlaufen anscheinend mehr oder weniger im Sande. Ein Vergleich mit den Bewegungen des sog. arabischen Frühlings bestätigt dies. Diese Bewegungen hatten ein eindeutiges Ziel/Programm: Sturz des herrschenden Diktators! Deshalb funktionierten sie auch. Jetzt ist der Diktator gestürzt und es beginnen die Mühen der Ebene, wie Brecht so zutreffend formulierte. Die Occupy-Bewegung in Deutschland erinnert mich eher an den Papstbesuch oder das Weltjugendtreffen in Köln 2005. Es waren tolle Tage unter Gleichgesinnten, man nimmt eine gewisse Euphorie mit, die aber schnell verfliegt. So wenig, wie sich der deutsche Katholizismus nach dem Papstbesuch oder dem Weltjugendtreffen geändert hat, scheint sich etwas durch die Occupy-Bewegung zu ändern. Sie ist so wenig druckvoll, das sogar die Kanzlerin und der Finanzminister sie verstehen. [...]

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