Mit jedem Tag wird es schlimmer; das Amt (um das es ja hauptsächlich geht, soweit man den Äußerungen aus Unionskreisen glauben darf) wird jeden Tag mehr beschädigt, beschädigt durch den Bundespräsidentendarsteller Wulff. Selbst wenn er bleiben sollte – wer nimmt ihn (und das Amt) noch ernst?
Bezieht man seine Scheinheiligkeit ein, wird es noch kritischer.
Als Oppositionsführer im niedersächsischen Landtag warf Wulff im Jahr 1999 dem Ministerpräsidenten Gerhard Glogowski in der damaligen Sponsoringaffäre vor, „seine Unabhängigkeit und damit seine politische Handlungsfähigkeit“ verloren zu haben, so dass deshalb die Niederlegung des politischen Amts unvermeidlich wurde. Wulff ging nach dem Rücktritt von Glogowski noch weiter, indem er forderte, die Pension zu kürzen, mindestens aber das Übergangsgeld zu streichen.
Wulff gehörte 2000 wegen der Düsseldorfer Flugaffäre zu den schärfsten Kritikern des amtierenden Bundespräsidenten Johannes Rau und forderte in der Berliner Zeitung im Januar 2000 dessen Rücktritt: „Es ist tragisch, dass Deutschland in dieser schwierigen Zeit keinen unbefangenen Bundespräsidenten hat, der seine Stimme mit Autorität erheben kann. Es handelt sich in NRW offensichtlich um eine Verfilzung mit schwarzen Reise-Kassen jenseits der parlamentarischen Kontrolle. Dies stellt eine Belastung des Amtes und für Johannes Rau dar.“
(Quelle: Wikipedia)
Wie man es dreht und wendet – Wulffs Zeit ist abgelaufen. Vielleicht sollte man bei der Gelegenheit das Amt des Bundespräsidenten ganz abschaffen. Es wird sich schon irgendein anderer Posten zur Versorgung »verdienter« Politiker finden.



